Seit sieben Jahren stehen wir von November bis März jeden Abend um halb sieben am Vorplatz der Kirche und geben Suppe aus. Anfangs waren es zwölf Portionen aus einem Einkochtopf. Im letzten Winter waren es an manchen Abenden achtzig.
Wer kommt, fragen wir nicht. Wir zählen Becher, nicht Menschen.
Was ein Abend kostet
Rund fünfzig Euro, wenn man den Einkauf zusammenrechnet und den Sprit für den Bus dazuzählt. Gekocht wird ehrenamtlich, in der Küche der Pfarre, die uns nichts verrechnet — das ist der Grund, warum die Zahl so klein ist.
- Lebensmittel für 150 Ausgabeabende
- Becher, Löffel und Deckel — kompostierbar, seit zwei Jahren
- Gasflaschen für die zwei Kocher am Vorplatz
- Ein neuer Warmhaltebehälter; der alte schließt nicht mehr dicht
Warum wir früh sammeln
Weil Einkaufen im Voraus billiger ist als Einkaufen im Jänner. Wir haben zweimal erlebt, dass wir Mitte Februar aufhören mussten, und beide Male war das eine Rechenfrage und keine Frage des Willens.
Ich komme nicht wegen der Suppe. Ich komme, weil man da eine halbe Stunde lang wer ist.
Was fehlt noch
Rund ein Drittel. Reicht es nicht, kürzen wir hinten: dann hören wir Anfang März auf statt Ende. Das ist keine Drohung, sondern die Rechnung — es sind fünfzig Euro pro Abend, und man kann ausrechnen, wie viele Abende ein Betrag ergibt.
von € 13.000 · November bis März