Eine Musikschule kostet in Wien zwischen 500 und 900 Euro im Jahr, und das ist der Grund, warum in manchen Klassen kein einziges Kind ein Instrument lernt. Wir unterrichten 24 Kinder, deren Familien das nicht zahlen können, und verlangen dafür nichts.
Wie der Unterricht aussieht
Einzelstunde oder zu zweit, eine Wochenstunde, in zwei Räumen im Pfarrzentrum. Gitarre, Klavier, Querflöte, seit dem Vorjahr auch Schlagzeug — mit Nachbarschaftsvereinbarung über die Uhrzeit.
- Honorare für vier Lehrkräfte, 24 Wochenstunden über ein Schuljahr
- Leihinstrumente: Kinder üben zu Hause, nicht bei uns
- Reparaturen und Saiten — der laufende Posten, den man immer unterschätzt
- Zwei Vorspielnachmittage im Jahr, mit Saalmiete
Warum das Instrument mitgeht
Weil eine Wochenstunde ohne Üben nichts bringt und weil ein Kind, das das Instrument abgeben muss, nach ein paar Monaten aufhört. Das ist die teuerste Zeile in dieser Aufstellung und die, an der wir zuletzt sparen würden.
Meine Tochter übt freiwillig. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das je sage.
von € 18.000 · Ein Schuljahr